Berlin barrierefrei

Sightseeing, Erholung und Unterhaltung für Touristen mit Handicap

Berlin Barriere frei – © cw design/photocase.com

Berlin, Juni 2014 Berlin ist für alle da. Die Hauptstadt ist auf dem besten Weg, dieses Schlagwort umzusetzen. Große Anstrengungen werden unternommen, um die Stadt komfortabler zu machen – für Bewohner und Besucher, für ältere Menschen, für Familien mit Kinderwagen und Gäste mit schwerem Koffer. Reisende mit Handicap finden eine Stadt vor, die ihnen einen Besuch leicht macht.

Mobilitäts- und aktivitätseingeschränkte Berlin-Besucher finden viele Möglichkeiten, die boomende Stadt zu erleben. Hierzu zählen gezielte Informationen zu Anreise und Unterbringung, der beim Access City Award hervorgehobene einmalige kostenlose Begleitservice für Fahrgäste im Öffentlichen Nahverkehr mit BVG und S-Bahn, zahlreiche Restaurants, Schiffsausflüge, Sehenswürdigkeiten und Shoppingmöglichkeiten.

Anreise und öffentlicher Verkehr

Der Hauptbahnhof in unmittelbarer Nähe zum Regierungsviertel ist Europas größter und modernster Kreuzungsbahnhof. Zweimal wöchentlich werden hier öffentliche Führungen angeboten. Im Internet steht ein Audioguide mit zahlreichen Hintergrundinformationen zum Download bereit. Doch der Hauptbahnhof ist nicht nur architektonisch beeindruckend, sondern auch funktional und modern: Das Gebäude ist mit Blindenleit- und Orientierungssystemen sowie sprechenden Aufzügen ausgestattet. Ein Service, der in enger Kooperation mit dem Allgemeinen Blinden und Sehbehindertenverein Berlin entstanden ist. Die anderen Fernbahnhöfe in Berlin wie das Südkreuz oder der Ostbahnhof sind ebenfalls barrierefrei. Fragen zur Anreise, zur Hilfe beim Ein- und Aussteigen und weiteren Details beantwortet die Mobilitätszentrale der Bahn AG telefonisch unter 0180 551 251 2.

Für alle, die aus der Luft anreisen: Die Berliner Flughäfen sind weitgehend barrierefrei, entsprechende Parkplätze und Sanitärräume stehen in Tegel wie in Schönefeld zur Verfügung. Wer Assistenz oder Begleitung benötigt, sollte dies mindestens 48 Stunden vorher über die Fluggesellschaft anmelden.

Neben den Städtereiseangeboten in den Veranstalterkatalogen gibt es viele Spezialreiseveranstalter mit rollstuhlgerechten Bussen, die Berlin im Programm haben. Ihre Sightseeingtouren sind gezielt auf die Bedürfnisse mobilitätsbehinderter Kunden zugeschnitten.

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und die S-Bahn Berlin haben in den letzten Jahren einen Großteil der U- und S-Bahnhöfe mit Aufzügen oder Rampen ausgestattet. Im Umsteigebahnhof am Alexanderplatz, einem der Verkehrsknotenpunkte Berlins, sind alle Übergänge per Aufzug zu bewältigen. Zusätzlich weist ein Blindenleitsystem den Weg. Auf den Liniennetzen und Stadtplänen der BVG sind alle barrierefreien Bahnhöfe gekennzeichnet. Es gibt einen kostenfrei en Flyer Berlin barrierefrei 2014 mit S- und U-Bahn-Netzspinne.

Die gesamte Busflotte der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) besteht aus barrierefreien Fahrzeugen. Mit Hilfe von ausklappbaren Rampen helfen die Fahrer beim Einstieg ins Fahrzeug. Eine Ausnahme bildet die Ausflugs-Linie 218, auf der zum Teil Old-Timer-Bussen verkehren.

Komfortabel sind die 400 neuen BVG- Doppeldecker. In ihren großzügigen Multifunktionsbereichen bieten sie einen Sitzplatz für Kleinwüchsige sowie ausreichend Platz für zwei Rollstühle, für Eltern mit Kinderwagen oder Fahrgäste mit Rollatoren. Sie verkehren unter anderem auf den populären Linien 100 und 200 und fahren die bekanntesten Sehenswürdigkeiten zwischen Bahnhof Zoo und Alexanderplatz an. Auch ein Großteil der Straßenbahnlinien wird mit Fahrzeugen befahren, die an der ersten oder zweiten Tür über einen Hublift oder eine Rampe für einen Rollstuhl-Einstieg verfügen. Allgemeine Informationen für barrierefreie Linien und Fahrzeuge sind auf www.bvg.de/barrierefrei zu finden.

Zur Erstellung von individuellen Reiserouten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln Berlins steht im Internet die Fahrplanauskunft www.fahrinfo-berlin.de zur Verfügung. Fahrgäste mit Mobilitätsbehinderungen wählen im Menü "fahrinfo-barrierefrei" und erhalten umgehend Empfehlungen für barrierefreie Routen. Telefonisch können entsprechende Routen im Call Center der BVG unter der Telefonnummer (030) 19 449 erfragt werden.

Europaweit einmalig ist der „Bus & Bahn Begleitservice“ des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB). Auf Wunsch können sich Fahrgäste der BVG und der S-Bahn kostenlos durch die Stadt begleiten lassen. Der Service gilt nicht nur für Rollstuhlfahrer, sondern auch für Senioren, Reisende mit sperrigem Gepäck oder Kinderwagen und Menschen, die in anderer Form in ihrer Beweglichkeit oder in ihrem Sehvermögen eingeschränkt sind. Ein entsprechender Nachweis ist nicht erforderlich. Wegen der hohen Nachfrage wird empfohlen, bereits sieben Tage vor der geplanten Fahrt einen Termin zu vereinbaren. Dieser wird dann am Tag vor der Reise bestätigt. Der Fahrtbegleiter sucht eine passende Verbindung aus, holt den Fahrgast – egal ob Berliner oder Tourist – an der Haus- bzw. Hoteltür ab, hilft beim Fahrscheinkauf und beim Umsteigen und begleitet ihn bis ans Ziel und auf Wunsch auch wieder zurück. Das Einsatzgebiet umfasst das gesamte Stadtgebiet Berlins inklusive Flughafen Schönefeld. Angeboten wird der Begleitdienst Montag bis Freitag von 7 bis 20 Uhr. Interessierte können den Begleitservice per Telefon beim Servicebüro unter 030 – 34 64 99 40 bestellen.

Für alle diejenigen, die auf Gehhilfen angewiesen sind, haben viele Unternehmen Stadterkundungen im Bus, Kleinbus oder Mini-Van im Programm. Einen Überblick der wichtigsten Anbieter findet sich auf visitBerlin.de.

Bei BBV Tours Berlin oder dem Tourenbus Fahrdienst können Berlin-Besucher einen Fahrdienst buchen, der spezielle Rollstuhlfahrerplätze und professionelles Sightseeing kombiniert.

Berlin hat mehr Brücken als Venedig – und zahlreiche Ausflugsschiffe, die von Spree, Oberhavel oder Landwehrkanal einen neuen Blick auf die Metropole eröffnen. In der Flotte der Stern und Kreisschifffahrt sind unter anderem die MS „Havel Queen“ oder MS „ Moby Dick“ speziell für Rollstuhlfahrer ausgestattet. Täglich legen sie an der Greenwich-Promenade in Tegel ab und lassen den Fahrgast die nördliche Insellandschaft Berlins erleben. Vorbei geht es zum Beispiel an der Villa Borsig, Konradshöhe und Alt Heiligensee. Weitere Strecken, auf denen behindertenfreundliche und behindertengerechte Schiffe verkehren, sowie Informationen zur Erreichbarkeit der Anlegestellen sind auf der Homepage unter dem Stichwort „Barrierefrei“ abrufbar.

Ein Hotel für alle

Die Berliner Hotellandschaft gilt als die modernste Europas, mehr als 780 Beherbergungsbetriebe stellen ihren Gästen gut 125.400 Betten zur Verfügung. Zahlreiche Häuser sind in den letzten Jahren neu entstanden. Sie sind gemäß neuer Verordnungen mit sehr breiten Eingängen und ausreichend Wendeplatz für Rollstühle ausgestattet. Einer der wichtigsten Ansprechpartner für behindertengerecht ausgestattete Hotels ist das Scandic Hotel. Das erste deutsche Haus der schwedischen Hotelkette präsentiert eine Erfolgsgeschichte. Anfangs im Berliner Markt belächelt, zahlte sich der lange Atem aus. Das Haus am Potsdamer Platz will bewusst ein Hotel für alle sein und setzt darauf, lockerer mit Handicaped-Reisenden umzugehen. Es beweist, dass Barrierefreiheit vom Stockhalter bis zum vibrierenden Wecker für Sehbehinderte mit Witz und Charme integriert ist. Auf seiner Homepage pflegt Scandic die Rubrik „Besondere Bedürfnisse“ für barrierefreie Informationen. Seine Wiederempfehlungsrate liegt bei 93 Prozent. Die 50 barrierefreien Zimmer sind zu 55 Prozent ausgelastet. Seit 1993 beschäftigt sich Scandic mit Accessible Tourism, die Kette leistet sich einen weltweit gefragten Botschafter für Menschen mit besonderen Bedürfnissen.

Bei den Fünf-Sterne-Häusern verfügen unter anderem das Hotel Hilton Berlin, das legendäre Hotel Adlon und das The Westin Grand über je zwei rollstuhlgerechte Zimmer mit rollstuhlgerechtem Badbereich. Das im Januar 2013 eröffnete Luxushotel Waldorf Astoria bietet ebenfalls zwei barrierefreie Zimmer. Das Kongresshotel Maritim Hotel Berlin, zentral gelegen am Potsdamer Platz, hält 24 behindertenfreundliche Zimmer bereit, davon sind fünf rollstuhlgerecht. Ebenfalls am Potsdamer Platz gelegen, stellt das Scandic Berlin seinen Gästen 60 barrierefreie Zimmer zur Verfügung. Doch auch im Bereich der Hostels und Herbergen sind einige Häuser rollstuhlgerecht ausgestattet – beispielsweise das Generator Hostel Berlin, Deutschlands größtes Jugendhostel mit 850 Betten.

Im Hotel Augustinenhof in Berlin Mitte sind acht von 63 Doppelzimmern barrierefrei und rollstuhlgerecht ausgestattet, und auch das Restaurant und drei Tagungsräume sind barrierefrei zugänglich. Sechs als rollstuhlgerecht ausgewiesene Doppelzimmer mit breiten Türen, schwellenlosem Zugang, Notruf und großräumig eingerichtetem Badbereich bietet das moderne Designhotel arcotel Velvet, das sich in der urbanen Nachbarschaft an der Oranienburger Straße befindet.

Einige Häuser haben sich gezielt auf Gäste mit körperlichen Einschränkungen spezialisiert. Das NH Hotel Berlin Alexanderplatz verfügt beispielsweise über ein Blindenleitsystem. Das Hotel Mitmensch im grünen Stadtteil Karlshorst möchte Reisenden mit speziellen Bedürfnissen unterhalb der gehobenen Preiskategorie angenehmen Service und komfortables Übernachten ermöglichen. Ausgestattet mit Automatiktüren, Bewegungsmeldern für die Beleuchtung sowie sieben rollstuhlgerechten Zimmer mit großzügigem Sanitärbereich, bietet das Haus sämtlichen Komfort.

Über ausschließlich barrierefreie Zimmer, insgesamt 13 an der Zahl, und Tagungsräume verfügt das Haus am Niederfeld. 27 Zimmer, deren Einrichtung an die Bedürfnisse von Rollstuhlfahrern angepasst ist, hat das Novotel Berlin Am Tiergarten vorzuweisen. Damit können dort auch größere Rollstuhlfahrergruppen wohnen. Im andel’s Hotel Berlin können Gäste spezielle allergiker- und barrierefreie Zimmer mit Sonderausstattungen buchen. Und auch das abba Hotel und das Melia bieten rollstuhlgerechte Zimmer an.

Insgesamt 97 für Rollstuhlfahrer geeignete Zimmer bietet das Hotel Kolumbus in Berlin-Lichtenberg. So ist es vor allem für Spezialreiseveranstalter interessant, die auf der Suche nach geeigneten Häusern für Gruppenreisen sind. Häufig übernachten hier ganze Sportlergruppen, die beispielsweise bei den deutschen Leichtathletikmeisterschaften des Behindertensports oder den Special Olympics für geistig und mehrfach behinderte Menschen antreten.

Sammlungen mit barrierefreien Zugängen und speziellen Führungen

Mehr als 180 Museen und Sammlungen prägen das kulturelle Angebot Berlins. Immer mehr Häuser sind nach Umbauten rollstuhlgerecht gestaltet, einige sind als rollstuhlgeeignet ausgewiesen, andere sind nur zum Teil mit dem Rollstuhl zu besichtigen. Aktuelle Informationen über die Zugänglichkeit und die örtlichen Bedingungen vieler Berliner Sehenswürdigkeiten, aber auch von Restaurants, Hotels und weiteren Angeboten bietet die Mobidat Datenbank, die der gemeinnützige Verein Albatros mit Informationen für Berlin-Besucher mit Handicap pflegt. Das Angebot steht auf Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Russisch, Türkisch und teilweise auf Polnisch zur Verfügung.

Mit dem Rollstuhl befahrbar sind beispielsweise das Bode-Museum und das Neue Museum auf der Museumsinsel, in dem unter anderem die berühmte Büste der Nofretete bewundert werden kann. Barrierefrei ist auch das Musikinstrumentenmuseum neben der Philharmonie, wo Instrumente aus 500 Jahren Musikgeschichte nicht nur zu sehen, sondern auch zu hören sind. Ein ganz besonderes Erlebnis bietet sich sonnabends im Anschluss an die 12-Uhr-Führung: Dann erklingt Europas größte Kino- und Theaterorgel, „The Mighty Wurlitzer“. Das Deutsche Historische Museum, das in seiner Ausstellung mehr als 2.000 Jahre deutscher Geschichte zeigt, das Bauhaus-Archiv, das einen umfassenden Eindruck in das Werk der Gestaltungs-und Architekturschule ermöglicht, sowie das Jüdische Museum Berlin mit dem beeindruckenden Neubau von Daniel Libeskind sind ebenfalls rollstuhlgerecht gestaltet. Für Gehörlose bieten unter anderem das Jüdische Museum sowie die Gemäldegalerie am Kulturforum Führungen in Gebärdensprache an.

Eine besondere Attraktion ist das Museum für Naturkunde, das neben zahlreichen Urtieren das weltweit größte Saurierskelett präsentiert: Einen Brachiosaurus von mehr als 13 Metern Höhe und 15 Metern Länge – knapp 50 Tonnen soll der Gigant zu Lebzeiten gewogen haben. Vorstellbar wird dies dank der speziellen Ferngläser „Juraskope", die die Dinosaurier virtuell wieder zum Leben erwachen lassen. Besucher mit Mobilitätsbehinderungen gelangen durch einen Treppenlift am Seiteneingang in die Ausstellungshalle.

Auch das Schloss Schönhausen stellt seinen Besuchern behindertengerechte Angebote zur Verfügung. Blinde und Sehbehinderte können mit speziellen Audio-Guides und Tastobjekten, wie etwa einem Schlossmodel oder dem Kleid einer Adligen, das Leben zu Hofe nachempfinden. Für Hörgeschädigte stehen Video-Guides in Gebärdensprache – inklusive Bilder der Schlossräume zur Orientierung – bereit. Das Schloss verfügt zudem über schwellenlose Türen, rollstuhlgerechte Ausstellungsvitrinen und einen Fahrstuhl. Damit ist ein problemloses Erkunden der Räume für Besucher mit Gehbehinderungen ohne Schwierigkeiten möglich. Audio-Guides mit Texten in vereinfachter Sprache vermitteln Menschen mit Lernschwierigkeiten anschaulich die Geschichte des Schlosses und seiner Bewohner.

Das FührungsNetz der Kulturprojekte Berlin, das professionellen Service für verschiedene Museen und Ausstellungen anbietet, hat Führungen für Menschen mit Behinderung im Portfolio, die nach den besonderen Ansprüchen der Kunden ausgearbeitet werden.

Das Kleisthaus, der Dienstsitz der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, wurde in den vergangenen Jahren zu einem barrierefreien Veranstaltungsort für Kultur und Politik in Berlins Mitte ausgebaut. Hier finden immer wieder aktuelle Performances, Lesungen oder Ausstellungen behinderter und nicht behinderter Künstler statt.

Barrierefrei Shoppen bis zum späten Abend – Zoobesuch mit Rollstuhl

Der internationale, urbane Charme Berlins spiegelt sich nicht zuletzt in den zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten, die sich den Besuchern an der Spree bieten. Von Montag bis Sonnabend haben viele Geschäfte bis in die späten Abendstunden geöffnet. Dazu zählen vor allem die großen Center und Kaufhäuser. Sie bieten unter einem Dach eine Vielzahl an Läden und verfügen über eine barrierefreie Bauweise. Die Potsdamer Platz Arkaden – täglich geöffnet bis 21 Uhr – sind mit Aufzügen und großzügigen, breiten Gängen ausgestattet. Die Galeria Kaufhof Berlin am Alexanderplatz kann mit Aufzügen und sanitären Einrichtungen für Kunden im Rollstuhl aufwarten. Die Lifts verfügen zudem über Etagenanzeigen und ertastbare Bedienelemente. Den gleichen Service bietet das größte Kaufhaus des europäischen Festlands: das KaDeWe am Wittenbergplatz. Es lädt auf sieben Etagen zum Bummeln, Kaufen und – vor allem in der berühmten Gourmetabteilung – zum Genießen ein. Die Geschäfte im Shoppingcenter Alexa direkt am Alexanderplatz haben täglich bis 21 Uhr geöffnet. Ausgestattet ist die Mall mit breiten Gängen und Aufzügen. Neben der Shoppingvielfalt bietet das Alexa noch weitere attraktive Freizeitangebote: Die Loxx Miniaturwelten, eine umfangreiche Modellbahnausstellung mit digital gesteuerten Zügen von der S-Bahn bis hin zum ICE sowie vielen Miniatur-Verkehrsanlagen und Stadtansichten, haben für rollstuhlfahrende Besucher vergünstigte Eintrittspreise.

Auch das Kiez-Shopping in den kleinen urigen und szenigen Läden ist mit Rollstuhl möglich: Einige Geschäfte sind mit dem Signet Berlin barrierefrei ausgezeichnet, so dass die Adressen online über diese Website abrufbar sind. Andere sind in der Mobidat Datenbank verzeichnet. Im Rahmen des EU-Projekts Barrierefreies Einkaufen in Friedrichshain-Kreuzberg setzen in diesem Bezirk besonders viele Gewerbetreibende auf eine barrierefreie Gestaltung ihrer Läden, beispielsweise in den bunten Einkaufszonen an der Bergmann- oder der Oranienstraße.

Tierfreunde, die nicht (mehr) gut zu Fuß sind, können im Tierpark Berlin, Europas größtem Landschaftstiergarten, sowie im Berliner Zoo, gratis einen Rollstuhlverleih in Anspruch nehmen. Ebenfalls kostenfrei ist die Vermittlung einer persönlichen Begleitung beim Zoobesuch; mehrere rollstuhlgeeignete WCs sind vorhanden.

Wer mit dem Rollstuhl in die Natur möchte, dem sei der Wanderführer „Barrierefrei ins Grüne“ empfohlen. Darin sind unterschiedliche Berliner Strecken ab 2,5 Kilometern so detailliert beschrieben, dass sie problemlos nachgefahren werden können. www.grün-berlin.de

Einen Überblick über die Berliner Sehenswürdigkeiten bietet der Modellpark Berlin-Brandenburg in der Wuhlheide, wo mehr als 50 historisch und architektonisch interessante Bauwerke wie das Brandenburger Tor, Schloss Sanssouci oder das Pergamonmuseum im Maßstab 1:25 nachgebaut wurden. Das Gelände ist barrierefrei gestaltet, zudem befinden sich rollstuhlgeeignete Toiletten im Park. Die Namen der ausgestellten Modelle sind in Blindenschrift lesbar.

Gastronomie barrierefrei

Seit 2006 müssen alle neu eröffneten Gaststätten in Berlin einen barrierefreien Zugang und entsprechend eingerichtete Sanitäranlagen vorweisen können. Doch auch von den länger bestehenden Restaurants sind viele rollstuhlgerecht gestaltet: Am Hackeschen Markt, wo sich im quirligen Stadttreiben der Hinterhöfe das alte und das neue Berlin begegnen, sind sowohl im Oxymoron als auch im Restaurant Hackescher Hof Besucher mit Rollstuhl herzlich willkommen. WCs stehen genauso zur Verfügung wie entsprechend breite Ein- und Ausgänge.

Deftige Berliner Hausmannskost tischt das Julchen Hoppe im Nikolaiviertel auf, wo in uriger Atmosphäre ebenfalls an die behindertengerechte Einrichtung gedacht wurde. Kulinarische Genüsse aus einer ganz anderen Weltregion – aus Vietnam – gibt es im Spezialitätenrestaurant Mr. Hai & Friends am Savignyplatz zu erleben, das barrierefrei zugänglich ist. Wer klassische Rindersteaks und andere Barbecue-Spezialitäten bevorzugt, ist im Midtown Grill am Potsdamer Platz richtig.

Bei Käfer, dem Dachgartenrestaurant im Reichstag, gibt es nicht nur Köstliches zur Mittags- wie zur Abendzeit, sondern auch die unmittelbare Nähe zum Parlament und politischen Entscheidungsträgern zu erleben.

Ein besonderes gastronomisches Erlebnis in Berlin sind zudem das Dunkelrestaurant Nocti Vagus sowie die unsichtBar: In totaler Finsternis servieren blinde Kellner und Kellnerinnen das Menü. Der Verzicht auf visuelle Reize fordert die übrigen Sinnesorgane und bietet Sehenden eine Ahnung davon, was es bedeutet, blind zu sein.

Service für Rollstuhlfahrer: Vom Pannendienst bis zum Sightseeing

Gibt es unterwegs ein Problem mit dem Rollstuhl, hilft der Rollstuhlpannendienst RPD Berlin rund um die Uhr mit einem Notdienst. Verleihfirmen für Rollstühle und Hilfsmittel sorgen im Notfall für schnellen Ersatz. Hilfe biete auch das Deutsche Rote Kreuz.

Die Standorte öffentlicher barrierefreier Toiletten findet man auf der Internetseite der Herstellerfirma Wall.

Wer nicht allein reisen kann, dem stehen mehr als 20 Berliner Mobilitätshilfedienste zur Verfügung. Sie bieten älteren und behinderten Menschen Begleit- und Schiebehilfe an, wie Abholung vom Flughafen, Busbahnhof oder Bahnhof, Transfer, Ausflugs- und Einkaufsfahrten.

Die „BerlinSpecialGuides“ führen Menschen mit und ohne Behinderungen im Reichstag, durch Berlin Mitte oder Potsdam. Bei den speziellen Touren werden historische Episoden aus Berlins Vergangenheit ebenso vermittelt wie zahlreiche Informationen und Hintergründe zum Thema „Barrieren und Behinderungen“.

Die gläserne Kuppel des Reichstags, Sitz des Deutschen Bundestages, gehört zu den Publikumsmagneten der Stadt. Sie kann mit dem Rollstuhl besichtigt werden, steigt jedoch spiralförmig an. Daher empfiehlt es sich, mit einer Begleitperson zu kommen. Ein Extra-Eingang ermöglicht Menschen mit Behinderungen den sofortigen Einlass und erspart das Schlange stehen.

Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas neben dem Brandenburger Tor ist die zentrale Holocaust-Gedenkstätte Deutschlands. Durch das von Peter Eisenman entworfene Stelenfeld führen 13 gekennzeichnete spezielle Passagen, die auch per Rollstuhl problemlos befahren werden können und höchstens acht Prozent Bodenneigung aufweisen. Der unterirdische Ort der Information, der an die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus erinnert, ist per Aufzug zugänglich.

Des Mauerbaus und der Geschichte der geteilten Stadt wird in der Gedenkstätte und dem Dokumentationszentrum an der Bernauer Straße gedacht, wo einst die deutsch-deutsche Grenze verlief. Mauerreste am Originalstandort sind hier ebenfalls zu sehen. Das Zentrum verfügt über einen Aufzug und behindertengerechte Toiletten.

Touristische und kulturelle Höhepunkte für Sehbehinderte und Blinde

„Erlebnis Berlin“ heißt der erste akustische Reiseführer speziell für blinde und sehbehinderte Berlinbesucher. Er bietet detaillierte Wegbeschreibungen zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten und ermöglicht so seinen Nutzern, die Stadt eigenständig zu entdecken. Der akustische Reiseführer kann unter www.berlinfuerblinde.de kostenlos runtergeladen werden.

Mitarbeiter des Allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenvereins (ABSV) begleiten blinde Berlin-Besucher auf Wunsch durch Ausstellungen und zu vielen interessanten Orten und Veranstaltungen. Die Häuser der Staatlichen Museen zu Berlin wie die Gemäldegalerie bieten von Zeit zu Zeit spezielle Rundgänge an, die den Tastsinn in den Mittelpunkt der musealen Erkundungstour rücken – die Termine werden im Veranstaltungskalender auf der Website der betreffenden Museen ausgeschrieben.

Der Bundestag bietet sehbehinderten Menschen nach vorheriger Anmeldung einen besonderen Service: Sie dürfen bei Führungen neben der Besuchertribüne auch den Plenarsaal betreten, der anderen Gruppen verschlossen bleibt. So können sie die Abgeordnetensitze selbst ausprobieren und sich einen sinnlichen Eindruck des deutschen Parlaments verschaffen. Neue Modellbauten zum Tasten vermitteln außerdem ein Gefühl für die Dimension und Ausgestaltung des Reichstagsgebäudes.

Das 1695–1699 für Sophie Charlotte, Ehefrau von Friedrich III, errichtete Schloss Charlottenburg ist der größte und schönste Bau der preußischen Herrscher in Berlin. Die königlichen Räume im Schloss sind im Rahmen von Führungen zugänglich. Für Blinde und Sehbehinderte bieten sie ein besonderes Programm: Die gesamte Schlossanlage existiert im Kleinformat, so dass bei den Sonderführungen ein maßstabgerechtes Modell sowie verschiedene weitere Details das Bauwerk und seine Ausstattung „begreifbar“ werden lassen.

Auf eine mehr als 300jährige Tradition kann der Botanische Garten zurückblicken, eine der größten und bedeutendsten Anlagen weltweit. In einem speziell eingerichteten Duft- und Tastgarten können Besucher die Vielfalt der Pflanzenwelt sinnlich-fühlend erfahren. Wer einen Rollstuhl ausleihen möchte, hat an den Eingängen dazu Gelegenheit.

Mitten dabei im Olympiastadion – auch das ist möglich für blinde und sehbehinderte Berlinreisende. Als besonderer Service wird bei Heimspielen des Bundesligisten Hertha BSC ein Audiokommentar zum Spielgeschehen eingerichtet, der auf 50 Sitzplätzen über Kopfhörer verfolgt werden kann. Eine vorherige telefonische Anmeldung beim Hertha Fan-Beauftragten unter +49 / (0)30 / 30 09 28 55 ist notwendig.

In der Rosenthaler Straße 39 befindet sich, versteckt im Hinterhaus, die ehemalige Blindenwerkstatt Otto Weidt, die zu einem kleinen Museum umgebaut wurde. Otto Weidt war selbst sehbehindert und hat während des Zweiten Weltkrieges zahlreichen Berliner Juden mit seiner Besen- und Bürstenbinderei das Leben gerettet. Persönliche Dokumente wie Briefe, Gedichte und Fotografien zeigen eindringlich die Lebenssituation der ständig von Verfolgung und Deportation bedrohten Angestellten. Sämtliche Erklärungen zu den Exponaten im Museum sind in Blindenschrift zu lesen.

So genannte AD-Versionen, das heißt Kinofilme mit Audiodeskription, die über Kopfhörer übertragen wird, werden im Cinemaxx Kino am Potsdamer Platz sowie im Delphi Palast aufgeführt. Einen regelrechten Trend haben die Hörspielkino-Reihen ausgelöst, die im Sommer in Parks, im Winter freitags und sonnabends in den beiden Planetarien der Stadt laufen und für Blinde wie für Nicht-Blinde gleichermaßen attraktiv sind.

Gut informiert Berlin erkunden

Wer im Vorfeld umfassende Informationen recherchieren möchte, findet unter www.visitBerlin.de zahlreiche Ideen für seine Reise. Hier gibt es besondere touristische Tipps, die sich an Besucher mit unterschiedlichen körperlichen Beeinträchtigungen wenden. Zudem bietet die Homepage eine sorgfältig ausgewählte Linkliste mit Hinweisen für Hörgeschädigte, Blinde und Sehbehinderte oder Menschen mit geistiger Behinderung. Weiterhin können über das Online-Buchungsportal – über die Funktion „Suche eingrenzen“ in der Trefferliste – sowie unter +49 / (0)30 / 25 00 25 gezielt rollstuhlgeeignete Zimmer gesucht und gebucht werden.

Berlin als Reiseziel für alle gestalten

Die Trend-Metropole Berlin setzt als touristische Destination für alle auf Reisende mit Handicap. Besser hätte es sich nicht fügen können: Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie initiierte Projekt zur „Entwicklung und Vermarktung barrierefreier Angebote und Dienstleistungen im Sinne eines Tourismus für Alle in Deutschland“ kam für Berlin zur richtigen Zeit. Der Titel klingt sperrig. Doch bedeutet „Tourismus für Alle“ für den föderal aufgestellten Deutschland-Tourismus einen gewaltigen Qualitätssprung. Das Projekt im Rahmen des Nationalen Aktionsplans der Bundesregierung verfolgt zwei Aufgaben. Es bedient das Informationsbedürfnis aller, die darauf angewiesen sind, und es stärkt die deutsche Tourismuswirtschaft im internationalen Wettbewerb.

Erstmals wird ein bundesweit einheitliches Kennzeichnungs- und Qualifizierungssystem umgesetzt, das barrierefreie Angebote und Dienstleistungen aus allen Bundesländern ausweisen wird. Hier springt Berlin auf. Projektziel ist, die gesamte touristische Servicekette so aufzubereiten, dass alle Zielgruppen eine verlässliche Grundlage für ihre Reiseentscheidung haben. Die Kennzeichnung und Qualifizierung in drei Stufen wird mehr Transparenz und gleiche Wettbewerbsbedingungen schaffen – für Ausflüge, Urlaubs- oder Geschäftsreisen. Mit einem einfacheren Zugang zum Reisen für alle steigt die Reiseintensität. Denn einer Zielgruppe mit ungeahntem Potential wird die Teilhabe am Tourismus eröffnet.

Erste Erhebungen zur Qualifizierung sind eingereicht

Schon jetzt bringen Reisende mit Handicap der Tourismuswirtschaft fünf Millionen Euro Umsatz. Der könnte sich laut Prognose der Nationalen Koordinierungsstelle Tourismus für Alle (NatKo) mehr als verdoppeln. Gemeinsam mit dem Deutschen Seminar für Tourismus DSFT Berlin, der zentralen Weiterbildungseinrichtung der deutschen Tourismuswirtschaft, koordiniert die als Sprachrohr der Selbsthilfeorganisationen und Betroffenen das bundesweite Projekt. DSFT und NatKo fungieren als zentrale Kennzeichnungs- und Prüfstelle. Sie bauen die bundesweite Internetplattform auf, die in- und ausländischen Gästen als Anlaufstelle dienen soll. Die ersten Erhebungen Berliner Hotels und Reedereien sowie der fünf Berliner Tourist-Informationen hat visitBerlin den Projektträgern im Juni eingereicht.

Herkules-Aufgabe als gesellschaftlicher Prozess

In der ganzen Stadt wirbt visitBerlin bei Hotels und Gastgewerbe, Verkehrsträgern und touristischer Dienstleistungsindustrie, beim Einzelhandel, den Kultur- und Freizeiteinrichtungen sowie öffentlicher Infrastruktur für die Erhebung und Qualifizierung. Über alle Bausteine entlang der touristischen Servicekette von Reiseinformation über Buchung, An- und Abreise sowie Aufenthalt, Betreuung, Serviceleistung, gastronomisches Angebot, kulturelle und Freizeitaktivitäten soll ein barrierefreies Angebot aufgebaut werden – eine Herkules-Aufgabe. Gelingen kann sie nur als gesellschaftlicher Prozess mit klarer strategischer Ausrichtung, politischem Bekenntnis, entsprechender Finanzierung und langem Atem.

Zum Start hat visitBerlin den Informationstag „Grenzenlos Berlin erleben“ im Januar veranstaltet. So schnell wie möglich will die Marketingorganisation ein vielfältiges barrierefreies Berlin-Erlebnis erheben und anbieten. Die Zertifizierung sichert Nachhaltigkeit. Die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) ist zuständig für das Auslandsmarketing des Reiselands Deutschland. Auch sie will ihr Barrierefrei-Portfolio um geprüfte und verlässliche Angebote aus Berlin, auch für Geschäftsreisende, erweitern.

Mit dem Otto Bock Science Center auf der ITB Berlin

Auf der ITB Berlin positionierte sich visitBerlin im März öffentlichkeitswirksam. Eine barrierefrei gestaltete Themeninsel auf dem Gemeinschaftsstand mit Brandenburg zog in Fachkreisen und beim Publikum Aufmerksamkeit auf sich. Zusammen mit dem Berliner Otto Bock Science Center hat visitBerlin mit Hilfe von interaktiver App und Rollstuhltest gezeigt, wie die Hauptstadt zugänglich für alle werden soll. Ziel ist, dass alle Berlin-Gäste unabhängig von ihren besonderen Bedürfnissen sämtliche touristische Angebote in Anspruch nehmen können.

Für Berlin ist die Ausrichtung zukunftsweisend. Mit Blick auf den demografischen Wandel profitieren auch Senioren, vorübergehend Mobilitäts- und Aktivitäts-Eingeschränkte sowie Familien mit Kindern von barrierefreien Angeboten und Dienstleistungen. Barrierefreies Denken bedeutet eine Komfortsteigerung für alle – für die Metropole, ihre Bewohner und alle Zielgruppen, die Deutschlands Städteziel Nummer eins und sein Umland besuchen und erleben möchten. Anerkennend schaut visitBerlin nach Brandenburg. Der Nachbar und Kooperationspartner ist in Sachen Barrierefreiheit einer der Leuchttürme im Deutschland-Tourismus.

Die Konkurrenz schläft nicht

Seiner Strahlkraft bewusst hat sich Berlin dem Bundesprojekt angeschlossen und setzt das Kennzeichnungs- und Qualifizierungssystem um, gerade um die Standards zunehmender internationaler Gäste zu erfüllen. Vor allem Reisende mit Handicap aus Ländern außerhalb der Europäischen Union haben hohe Erwartungen. „Die Konkurrenz schläft nicht“, rüttelte der rollstuhlfahrende deutsche Reisejournalist Dominik Peter die Branche auf dem Fachkongress Tourismus für Alle – Barrierefreiheit als Qualitätsmerkmal im Juli 2013 in Berlin wach.

Im Jahr 2012 hat sich Berlin mit Gründung des Runden Tischs Barrierefreie Stadt auf lokal-politischer Ebene auf den Weg gemacht, den Service für Menschen mit Handicap zu verbessern. Angesiedelt bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz steuert der Runde Tisch konkrete Projekte zur Entwicklung touristischer Angebote und deren Kommunikation. Um Barrierefreiheit nachhaltig zu integrieren, kann Tourismus das Zugpferd sein.

Ein erster Erfolg – der Access City Award

Dieser Einsatz zahlt sich aus. Als Anerkennung für seine bisherigen Anstrengungen sowie als Motivation für zukünftige Projekte zum Ausbau als barrierefreie Stadt ist Berlin im Dezember 2012 mit der höchsten Auszeichnung von der Europäischen Kommission und dem Europäischen Behindertenforum ausgezeichnet worden. Gelobt wurden der öffentliche Nahverkehr und die Bemühungen bei neuen Bauprojekten. Der Access City Award ermutigt Städte auch, ihre Erfahrungen international auszutauschen und weitere Maßnahmen zu ergreifen, um für besseren Zugang für alle sorgen.

Barrierefreie Zugänglichkeit zu Verkehrsmitteln, Museen und Sehenswürdigkeiten sind seit dem Gleichstellungsgesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen Merkmal einer modernen Infrastruktur und Ausdruck einer nachhaltigen Städteentwicklungspolitik. Konsequent werden touristische Belange in Berlin am Runden Tisch Barrierefreie Stadt mitgedacht und planerisch umgesetzt. Investitionen kommen Bewohnern und Besuchern zugute. Dabei wird eine Großstadt wie Berlin hundert Prozent vermutlich nie erreichen.

Willkommenskultur zum selbstverständlichen Umgang mit allen Gästen

In der Praxis gilt es, eine Willkommenskultur zum selbstverständlichen Umgang mit allen Gästen aufzubauen. Daher will visitBerlin zwei Modellrouten für mobilitätseingeschränkte Berlin-Besucher entlang der touristischen Servicekette konzipieren. In einer internen Arbeitsgruppe arbeitet visitBerlin mit dem Verein der visitBerlin Partnerhotels e.V. am Aufbau einer barrierefreien Buchungsplattform innerhalb des Reservierungssystems, so dass barrierefreie Hotelzimmer in Echtzeit gebucht werden können.

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